Die Nintendo Switch 2 erscheint im Juni. Wir konnten bei einem Preview-Event einen ersten Blick auf die neue Konsole werfen.

Lange war es ein offenes Geheimnis, dass Nintendo die Switch 2 in 2025 ankündigt und veröffentlichen will. Im Rahmen der großen Direct, auf welcher der Release am 05. Juni verkündet wurde, wurden wir zu einem Preview-Event eingeladen, auf dem wir die Konsole mit verschiedenen Spielen ausprobieren durften.
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Nintendo Switch 2: Wie groß ist sie im Vergleich zum Vorgänger?
Beim Anspielen von „Mario Kart World“ viel direkt der deutlich größere Bildschirm auf. Während die alte Switch lediglich 6,2 Zoll bzw. in der OLED-Variante 7 Zoll Diagonale hatte, ist der Unterschied zu den 7,9 Zoll der Switch 2 deutlich spürbar. Der LCD-Bildschirm schafft es bei dem Fun-Racer auch in der Handheld-Form die kräftigen Farben ordentlich wiederzugeben. Beeindruckend ist, dass das Gerät trotz des größeren Displays vom Gefühl her nicht schwerer ausfällt als das Vorgänger-Modell. Eine Sache fiel zu den Konkurrenten, namentlich der PS5 und der Xbox Series X/S, aber bereits auf: Obwohl der Speicher mit 256 GB ordentlich erweitert wurde und dadurch auch schnellere Ladezeiten ermöglicht werden sollen, sind diese doch immer noch ein ganzes Stück länger als bei den anderen Konsolen.
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Alternative Steuermethoden, Konsolen-Klassiker und Open World-Probleme
Ein großer Punkt bei der Direct war die Funktion der Joycon als Maus. So soll beispielsweise in Spielen wie „Metroid Prime 4: Beyond“ wie bei einem klassischem PC-Shooter gezielt werden können. Das Spiel, welches diese Funktion zum Hauptbestandteil der Steuerung gemacht hat, ist „DragxDrive“. Bei diesem Rollstuhlbasketball-Game bewegt ihr eure Spielfigur, indem ihr die Joycons über den Boden drückt oder zieht. Im 3 gegen 3-Match wir das sehr schnell ziemlich hektisch – weswegen man erst danach bemerkt, dass diese Bewegungen durchaus auf die Arme gehen. Angst, dass hier Bewegungen nicht wahrgenommen werden, braucht man keine zu haben. Es wurde alles korrekt erfasst, teils wirkten die Joycons vielleicht sogar zu empfindlich.
Eine bei Fans beliebte Ankündigung war die Aufnahme des Gamecubes in die Nintendo Switch Online Bibliothek. Spiele wie „Soul Calibur 2“ oder „The Legend of Zelda: Wind Waker“ sehen dank leichter Leistungsanpassung nicht so aus, wie man es von über 20 Jahre alten Titeln erwartet hätte – und spielen sich auch immer noch ziemlich gut.
Die Third Party-Titel, wie „Hades 2“ oder die Neuauflage von „Yakuza Zero“, nutzen die Möglichkeiten der Konsole natürlich nicht so aus, wie es Nintendo-Spiele tun können. Trotzdem konnten wir beim Anspielen sehen, dass die Titel ihren anderen Iterationen in wenig nachstehen. Gerade die Roguelite-Fortsetzung konnte nicht nur durchs Gameplay überzeugen, sondern auch wie flüssig alles im Docking-Modus funktionierte. Das lies sich leider nicht von „Cyberpunk 2077“ sagen. Wir hatten keine Zeit, selbst Hand anzulegen, konnten bei einigen Kolleg:innen aber über die Schulter schauen – und leider ruckelte es bei dem Open World-Titel doch teils merklich.
Wie schon bei der Vorgänger-Konsole scheint die Nintendo Switch 2 sich vor allem als (mobile) Plattform für kleinere Games oder Konzepte zu empfehlen, welche die Eigenheiten der Hardware clever für sich nutzen können. Inwieweit insbesondere die Maus-Funktion in naher Zukunft überhaupt noch relevant sein wird, muss sich erst noch zeigen müssen. Große Blockbuster-Titel, wie eben „Cyberpunk“ oder „Hogwarts Legacy“, sollte man zu Beginn wohl eher mit Vorsicht genießen, hier scheint die Konsolentechnik nicht ganz mitzukommen.