Was als große TV-Rückkehr gefeiert wurde, steckt schon wenige Monate nach dem Start in der Krise: Stefan Raabs Gameshow „Du gewinnst hier nicht die Million“ verliert rasant an Zuspruch – und RTL zieht jetzt die Reißleine.

Eigentlich war alles angerichtet für ein Comeback der Extraklasse: Stefan Raab, jahrelang das Gesicht des deutschen Entertainments, kehrte mit einem neuen Format zur Primetime zurück: "Du gewinnst hier nicht die Million"! Die Ausgangsidee war vielversprechend: Ein Einzelkämpfer stellt sich Raab höchstpersönlich in einer Reihe anspruchsvoller Challenges. Zu gewinnen: eine Million Euro. Doch die Euphorie ist verflogen – spätestens seit die Einschaltquoten im einstelligen Bereich angekommen sind.
Fieser Absturz nach starkem Start
Der Auftakt im TV versprach viel. Prominente Gäste wie Robert Habeck und Christian Lindner sorgten für neugierige Zuschauerzahlen. Doch ohne große Namen in den folgenden Wochen verlor die Show zunehmend an Zugkraft. Die jüngste Ausgabe markierte nun einen Quoten-Tiefpunkt – mit unter zehn Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe. Für RTL ein Warnsignal. Denn was als RTL-Aushängeschild gedacht war, droht zum Flop zu werden.
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Neue Promi-Strategie soll Zuschauer zurückholen
Um die Trendwende zu schaffen, hat der Sender nun eine Sofortmaßnahme beschlossen: Zwei Promi-Spezialausgaben sollen frischen Wind bringen. Das Motto: „Jetzt greifen die Promis nach Raabs Million“. Dabei tritt Stefan Raab an zwei Abenden gegen mehrere prominente Herausforderer an. Los geht’s am 9. April mit Joey Kelly, Mimi Kraus, Larissa Marolt, Paul Janke und Luca Hänni. Die Moderation übernimmt Raabs langjähriger Weggefährte Elton. Eine Woche später, am 16. April, steht dann Show 2 an – mit Tom Beck, Timur Ülker, Björn Werner und René Casselly. Diesmal führt Jan Köppen durch den Abend.
Nicht nur bei der Besetzung wird nachjustiert. Auch inhaltlich ändert sich etwas: Raabs typische Stand-up-Elemente, mit denen er bislang jede Folge eröffnete, entfallen in den kommenden Specials. Der Fokus soll stärker auf den Spielen liegen – offenbar in der Hoffnung, mehr Tempo und Spannung ins Format zu bringen. Das Spielprinzip selbst bleibt dagegen unangetastet. Und auch der zentrale Reiz der Sendung – dass bislang kein einziger Gegner Raab schlagen konnte – sorgt nach wie vor für Gesprächsstoff. Ob sich unter den Promis nun ein echter Herausforderer findet?